Gamrupa

 

Seit jeher nehmen wir bei jeder Reise nach Gambia Saatgut mit fuer diverse Projekte seitens Gamrupa Europe und fuer Familien mit einem beschraenkten Grundstueck aber ohne die Moeglichkeit Saatgut zu erwerben. Die Teilung von Saatgut ist (noch) nicht verbreitet in der Umgebung aber es gibt gluecklicherweise einen Umschwung.

 Seit 2009 erhaelt Stiftung Gamrupa Europe Saatgut, an erster Stelle von Prof. Dr. Willem van Cotthem und ab 2012 von den Leuten, die Saatgut zur Nahrung fortgesetzt haben. Dieses Mal ergreift unsere Vorsitzende, Ellen Meulenveld, die Herausforderung und faehrt mit einem bekommenen Ford Transit bis Gambia im Schutzgeleit der Stiftung Go for Africa unter der Fuehrung des Direktors Jan Huizinga. Es wird eine grosse Menge Saatgut, von einer unglaublichen Zahl Menschen aus der ganzen Welt versammelt, bei dieser Reise mitgenommen. Oft wird das Saatgut aus ihrem eigenen Gemuese und Fruechte gewaschen und getrocknet, danach erfolgt das schicken an Saatgut fuer Nahrung. Sogar Laeden und Grosshandel nehmen Teil durch das geben ihrer Reste an Saatgut fuer Nahrung.

 Stiftung Gamrupa Europe bekommt davon zum mitnehmen und zur Verwendung an diejenigen, die dann ihre eigene Nahrung anbauen koennen. Bald auf dem Grundstueck in der Naehe ihrer aermlichen Huette oder Wohnung, bald im umfangreicheren Frauengarten eines Dorfes. Bald ebenfalls unweit ihrer Schulen mit eigenem Garten.

 Im Schulgarten lernen die Schueler nicht nur das anbauen von Gemuese und Fruechte, nicht nur das. Daneben erfahren sie wie sie ihr Grundstueck ausmessen sollen damit Reihen oder kleine Felder gesaet werden koennen, Das Wachsen der Pflanzen wird in einem kleinen Schreibheft eingetragen. Es wird aufgeschrieben wie lange es dauert ehe die Keimlinge ihre Koepfchen ueber den Grund stecken und es erfolgt das messen des Pflanzwachstums, sowie die benoetigte Wassermenge. Eine Diskussion findet statt um herauszufinden an welchen Ort eine bestimmte Sorte besser gedeiht als sonstwo, Die Ernte wird gewogen und eine Berechnung ueber den Ertrag beim Verkauf wird gemacht. Ein Teil der Ernte ist bestimmt fuer die Schulmahlzeiten. Restliches erfolgt nach dem Verkauf des Ueberrestes auf dem Markt damit vom Ertrag Buecher und sonstiger Bedarf fuer die Schule eingekauft werden kann. Kurz, in der Praxis fuehrt dies zu rechnen, zeichnen, messen und schreiben. Eine ausgezeichnete Art des Unterrichts, die den Schuelern die Moeglichkeit bietet fuer ihre eigene Zukunft einzustehen.

Auf diese Art und Weise lernen die Jugendliche, dass Geld verdienen nur moeglich ist unter viel Anstrengung und Arbeit und dass Ausbeute viel Zeit und Geduld erfordert. So lernen die Jugendliche ebenfalls eine weise Voraussicht und gerade dies ist etwas ganz besonderes in Afrika.

Der naechste Schritt wird sein den Gartenlehrer zu lernen, immer ein paar Pflanzen durchwachsen zu lassen, damit die Ernte von Saatgut stattfinden kann. Einz unserer Probleme in dieser Hinsicht ist dass die Gartenlehrer immer noch Freiwillige sind die sich nur ganz kurze Zeit damit beschaeftigen moechten.

Ausgezeichnete Initiative je angefangen mit einem sturen Professor aus Belgien, der meint es sei besser zu teilen wie wegzuschmeissen und besser dafuer zu sorgen dass der Mitmensch die Pflege von sich selbst hegt als einen pedantischen Finger zu erhoehen.

Wir entwickeln niemand!
Das tun die Menschen selbst!
Aber wir unterstützen die Entwicklung!